Polyglots Glossare in eigenen Projekten verwenden

Ich würde behaupten, generell mit dem Thema i18n/L10n auf Du und Du zu sein. Allerdings gibt es auch in diesem Gebiet Nischen, die ich noch nicht vollständig erschlossen hat. Auf den ersten Blick ergibt sich der Nutzen eines Glossars für WordPress abseits vom Core nicht sofort. Aber es könnte doch durchaus interessant sein, die bereits vorhanden Übersetzungen in den eigenen Projekten verwenden zu können, oder?

Wie wäre es, Standardfloskeln und Wortkombinationen auch in Kundenprojekten generell anzugleichen, um dem Besucher ein viel klareres Verständnis der Website zu ermöglichen, indem die verwendete Sprache klare und sofort wiedererkennbare Begriffe enthält?

Die Glossare der Polyglots kann man sich hier herunterladen. Nehmen wir beispielsweise das deutsche Glossar. Nach dem Download habt ihr eine Datei namens wp-dev-de-glossary.csv auf der Platte. Mit dem Kommando

csv2po --columnorder=source,target,location wp-dev-de-glossary.csv wp-dev-de-glossary.po

lässt sich eine Datei erzeugen, die wie eine ganz normale po-Datei aussieht und sich in die Translation Memory laden lässt. Falls sich das Kommando cvs2po auf eurem Rechner nicht finden lässt, schaut bitte ob ihr das Translation Toolkit noch installieren müsst.

Das Argument columnorder mit seinen Werten sorgt dafür, dass csv2po weiß, welche Spalte zur Quellsprache (also Englisch) und welche zur Zielsprache (in diesem Fall Deutsch) gehört. „target“ ist ein Wert, der dafür sorgt, dass gettext den msgctxt bei Bedarf gut verarbeiten kann. Einziger Wermutstropfen: Die Kommentare aus dem Glossar können nicht übernommen werden.

Aber diese Vorgehensweise kann natürlich auf jede CSV-Datei angewendet werden, falls ihr einmal in die Verlegenheit kommt, dass euch die Übersetzungen nur in diesem Format vorliegen. Möglicherweise kann man so die Kluft überbrücken, die sich bildet, sobald man es mit professionellen Übersetzern zu tun hat, die oft auf Softwarelösungen wie zum Beispiel Trados setzen.

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