Querdenkender Webworker mit WordPress-Affinität

Verlink Dich auch mal selbst

Gerade hat Thomas auf der Blogger-World eine spannende Diskussion angestoßen. Unter dem sinnigen Titel Die Google™ MACHT uns Fertig macht er sich dort Luft über ein Thema, dass so einige bewegt, die häufig ihr Blog oder ihre Website tweaken, um den wachsenden Ansprüchen der Suchmaschinen gerecht zu werden bzw. zu bleiben.

Auf der einen Seite wird zukünftig auch die Geschwindigkeit, mit der eine Webseite ausgeliefert wird, in die Wertung einfließen, die letztlich das Ranking in den Suchergebnissen bestimmt. Auf der anderen Seite führen Änderungen an den Seiten oft zu einer Neubewertung durch die Suchmaschinen. Es wirkt fast, als stecke man in einer Zwickmühle.

Ich kann den Ärger durchaus nachfühlen, wenn einem wie aus dem Nichts die Besucherzahlen wegbrechen. An der Situation wird man vermutlich, wenn man die eigenen Seiten auf Geschwindigkeit optimiert, bei hart umkämpften Keywords auch nicht viel ändern können. Da bleibt nur die berühmte Tasse Kamillentee für SEOs, um genug Nerven für die Warterei zu haben.

Ein ganz anderer Aspekt, der zwar nicht grundsätzlich etwas mit dem Problem zu tun hat, aber deswegen nicht zwangsweise uninteressanter ist, wird innerhalb der Kommentare zum obigen Artikels angesprochen. Ältere Blogposts verlieren nach einer bestimmten Zeit ebenfalls ihre Positionen, auch wenn nichts am Blog selbst geändert wurde.

Das liegt meiner Meinung nach daran, dass sich einige ältere Artikel naturgemäß immer weiter von den Seiten entfernen, die tatsächlich etwas „reißen“ können. Auch wenn man Plugins einsetzt, die ähnliche Artikel zum aktuellen Post anzeigen, wird das zwangsweise passieren. Similar Posts beispielsweise schiebt ältere Artikel ebenfalls immer weiter nach hinten.

Ein Weg, diesem Problem etwas entgegenzuwirken, besteht darin, sich hin und wieder auf seine schon geschriebenen Artikel zu beziehen und diese auch sinnig zu verlinken. Ältere Artikel können so beträchtlich aufgewertet werden, erhalten wieder wertvollen Traffic von den Suchmaschinen und können durch die schon genannte Möglichkeit der Verlinkung via Similar Posts auch viel Kraft an die neuen Posts zurückgeben.

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Kommentare

  1. Noch eine kleine Anmerkung: Das Verlinken der eigenen Artikel bringt außerdem den netten Zusatznutzen, dass all die einfallslosen Webmaster, die fremde Feeds in ihre Blogs einbinden, Dich neuerdings anpingen, um sich selbst anzuzeigen.

  2. Das mit der kleine Anmerkung verstehe ich zwar jetzt nicht so ganz, aber eine interne Verlinkung der Beiträge fernab von jeglichen Plug-Ins ist glaube ich sehr sinnvoll. Aber was ich mich frage: leistet da die Sitemap nicht schon gute Dienste (bzw. sollte sie das eigtl. nicht schon tun?)?

  3. Die Sitemap leistet sicher schon einiges. Vor allem hilft sie den Suchmaschinen, Artikel zu finden, die sonst nicht auffindbar wären.

    Aber wenn es stimmt (und davon gehe ich aus), dass Links das Wichtigste sind, um seine Seiten in den SERPs nach oben zu bekommen, sollte man sich selbst auch ein paar Links gönnen. Als Beispiel kann da die Wikipedia gelten, die das in einer etwas exzessiveren Form vormacht.

    Zu meiner „kleinen Anmerkung“:
    Die Artikel sind ja nicht nicht nur als Webseiten verfügbar. Da ist zum Beispiel auch der „RSS-Feed“. Einige „findige“ Webmaster benutzen die Feeds, wenn sie als Fullfeeds vorliegen, um sie in ihre Blogs einzubinden, was aber wahrscheinlich nicht in unserem Interesse liegt. Enthalten diese nun Links zum eigenen Block, pingt das fremde Blog freundlicherweise zurück…

  4. Ok, dem kann man ja ganz gut entgehen, indem man keine vollen Feeds anbietet. Aber kann man das nicht irgendwie per robots.txt ausschließen oder so? Habe da selber kaum Plan, aber könnte ja sein…

  5. Einige gehen ja schon den Weg, dass sie keine vollen Feeds mehr anbieten. Ich finde das aber an sich schade. Vorallem, wenn ich mir überlege, wie ich die abonnierten Feeds lese.

    Da ich den Feed hier über Feedburner ausliefern lasse, geht das mit der .htaccess nicht. Aber an sich wuerde das auch nur das selbe „Hinterhergerenne“ sein, wenn mal wieder jemand ganz schlau sein will.

    PS: Ich frag‘ mich gerade, warum ich Dein Kommentar auch beim 2. Mal freigeben musste…

  6. Hallo,
    eine bessere interne Blogverlinkung liegt mir seit dem Zeitpunkt am Herzen, wo ich davon zum ersten Mal auf anderen Blogs las.

    Bei mir nutze ich dafür solche Plugins wie KBlinker und versuche auch aus neuen Artikeln die älteren sinngemäss zu verlinken, soweit es sein sollte.

    Mit dem Plugin „Random Posts“ kann man auf der Schiene auch etwas machen. Aber ich denke, dass manuell zu verlinken, immer wieder am besten sei. Manche Plugins für interne Verlinkung deaktiviert man vll. aus Versehen oder auch gewollt und schon haben diese Verlinkungen keinen Bestand mehr.

  7. @Alex L. Die angesprochene Deaktivierung von Plugins finde ich als Argument auch sehr interessant. Aber auch wenn man die Plugins nicht abschaltet, wird doch die Verlinkung in den meisten Fällen auf Berechnungen basieren und sich bei einem aktiven Blog regelmäßig ändern, was dann wiederum der vermutlich sehr wichtigen Langfristigkeit von Links im Wege steht.

  8. @Realloc,
    ja, dem stimme ich zu, dass es sich bei stets neuen Inhalten ändern wird. Alle alten Artikel kann man nicht ausreichend verlinken, denn wenn neue entstehen, sind die alten noch älter und verschwinden im Archiv für sogut wie immer. Aber da kommen bestimmt die Suchmaschinenbesucher darauf zurück.

    Vielleicht ist eine der Methoden, alte Artikel wieder ans Tageslicht zu bringen, sie in neuen Artikeln mit Absicht zu verlinken. Dabei muss man eben schauen, ob die alten Infos noch jemand lesen will. Das Internet entwickelt sich einfach sehr schnell. Sowas wie sich kaum ändernde Tutorials oder Installationshinweise zu einigen Plugins bleiben vll. erhalten, aber auch hier muss man schauen, welche WP-Version es ist und dies/jenes.

  9. Ja, die Aktualität der entsprechenden Artikel ist sicher ein wichtiger Punkt. Ich denke bei dieser Art der Verlinkung auch eher an eine Gruppierung von Artikeln, die tatsächlich zusammengehören.

    Ich behalte zumindest immer im Hinterkopf, dass die Inhalte eventuell nicht nur auf dem Blog zu sehen sind, sondern auch via RSS woanders auftauchen, wo ein Link im Content dann umso wichtiger ist.

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