Wer häufig URLs twittert wird zwangsweise mit der Tatsache konfrontiert, dass die Links mit Unterstützung von URL Shortening Services gekürzt werden. Je nach verwendetem Twitter-Client wird dabei einer der unzähligen Dienste verwendet, die eine solche Dienstleistung anbieten. Trotz der riesigen Auswahl dürfte TinyURL.com der unangefochtene Platzhirsch unter den URL Shortening Services sein, auch wenn andere Services wie zum Beispiel Cligs, Zi.ma und bit.ly versuchen, den Vorsprung durch zusätzliche Leistungen aufzuholen.
Da sich mir bei solchen Services immer wieder die Frage nach der Finanzierung und Überlebensfähigkeit der entsprechenden Unternehmen aufdrängt, rechne ich pessimistischerweise damit, dass der eine oder andere URL Shortening Services früher oder später seinen Dienst einstellt und die gekürzten URLs von diesem Moment an nicht mehr erreichbar sein werden. Die Nutzer eines Services, der seinen Dienst von heute auf morgen einstellt, dürften über diesen Umstand nicht besonders erfreut sein. Ich nehme an, das so eine Szenario für Twitter noch weit fataler wäre.
Um meine neuen Posts an Twitter zu übermitteln, nutze ich das Plugin WordTwit. In der Konfiguration des Plugins kann die Shortening Method selbst ausgewählt werden. Als externe Dienstleister stehen TinyURL.com, Ow.ly und Bit.ly zur Auswahl. Ausserdem werden 2 weitere Methoden angeboten, die lokale Mechanismen der WordPress-Installation nutzen. Die Auswahl local bietet die Möglichkeit, die Erstellung solcher Links zu steuern, indem man diese selbst anlegt.
Die Methode Post ID ist für meine Zwecke jedoch weit interessantester. Wer (wie ich) sprechende URLs einsetzt, weiß wahrscheinlich wie elegant das von WordPress inzwischen gehandhabt wird. Die ursprünglichen URLs stehen aber immer noch zur Verfügung und werden, falls sie direkt aufgerufen werden, sauber mit einem Redirect 301 auf die neue Adresse umgeleitet. Aus http://lloc.de/?p=588 wird http://lloc.de/xml-json-und-rdf.html … Die Kürze der Domain kommt mir dabei natürlich zusätzlich entgegen.
Have fun!
Inzwischen bin ich dazu übergegangen, die lokale Option des Plugins zu nutzen, weil im Twitter-Web-Client die URLs nach dem ? nicht mehr verlinkt sind.
Ich nutze hierfür den kostenlosen Dienst Twitterfeed, da zu viele Plugins dann doch WordPress irgendwann langsamer machen. Vielleicht ist diese Alternative ja auch für den einen oder anderen Leser dieses Artikels interessant.
Ja, oder eben auch mit Feedburner, so wie ich es zur Zeit hier handhabe.