Querdenkender Webworker mit WordPress-Affinität

N Gedanken zu “WordPress-Themes optimieren”

Wenn man sich so durch die Suchergebnisse klickt, die man erhält, wenn man nach Möglichkeiten sucht, dass eigene Theme onpage zu optimieren, wird man von den Tipps geradezu erschlagen. Die vorgeschlagenen Änderungen, um ein Blog für die Suchmaschinen fit zu machen, reichen von kleineren Modifikationen in den Template-Files selbst bis hin zur Installation eines SEO-Plugins.

Im Gegensatz zum Plugin, wo man im Regelfall davon ausgehen kann, dass es seinen Zweck sofort erfüllen wird, ist das Schreiben in den Dateien des eigenen Themes nicht ganz ungefährlich, (vor allem) wenn man noch unerfahren ist. Andererseits sollte man eventuell auch mehr über die Einstellungsmöglichkeiten eines Plugins wissen, wenn man sich denn für den Einsatz einer solchen Erweiterung entscheidet. Oft werden die Grundeinstellungen ausreichend aber nicht unbedingt optimal sein.

Zudem ist die Optimierung ja eigentlich nie abgeschlossen. Im besten Fall hat man an den Templates und den Einstellungen nur noch wenig zu schrauben. Oftmals ist es dann sogar besser, diesen Teil der Optimierung für eine Weile zu vergessen und sich mehr auf den Content und die (externe  oder interne) Verlinkung zu konzentrieren.

1. Immer schön vorsichtig bleiben

Wer sich für die Optimierung des Blogs ohne Plugin entscheidet, sollte die vorangegangen Überlegungen immer im Hinterkopf behalten. Zudem sollte alle Änderungen immer erst auf einer Testinstallation durchgeführt werden. Ob nun lokal oder mit einer weiteren Worpress-Installation auf einem Subhost des Zielsystems ist dabei vom persönlichen Geschmack abhängig.

Bei der Testinstallation sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass sowohl die Datenbank-Inhalte als auch die verwendeten Plugins weitgehend mit dem Zielsystem übereinstimmen. Wenn man möglichst nah an der eingesetzten Lösung bleibt, kann man sich einige Überraschungen schon im Vorfeld ersparen.

2. Wo sind die Änderungen durchführen?

Die meisten Tipps, die mir bisher so über den Weg gelaufen sind, zielen auf Änderungen in den Template-Dateien oder auf Erweiterungen in der functions.php des verwendeten WordPress-Themes. Das halte ich so pauschal gesagt für falsch. Der Grund dafür ist folgender:

Früher oder später gefällt einem das seit Ewigkeiten eingesetzte Theme vielleicht nicht mehr und der Wunsch zu wechseln wird immer stärker. Unter Umständen ist das Unterfangen aber gar nicht mehr so einfach durchzuführen, weil viele der lieb gewonnenen Funktionalitäten inzwischen so fest im alten Theme “verankert” sind, dass ein Wechsel fast einem Neuanfang gleicht.

Bevor also ohne großes Nachdenken los programmiert wird, sollte man sich erst einmal fragen: Ist das tatsächlich eine Änderung, die nur diese eine Datei betrifft? Dies betrifft beispielsweise oft nur die (noch zu besprechende) Korrektur der Anweisung wp_title() in der header.php. Als nächstes sollte man sich fragen, ob man die Funktionalität eventuell öfter brauchen könnte bzw. ob die geplante Änderung auch noch benutzt werden soll, wenn man irgendwann einmal ein anderes WordPress-Theme einsetzt.

Stellt sich heraus, dass die geplante Optimierung, Erweiterung oder Funktionalität auch in zukünftigen Themes Verwendung finden kann, bietet sich das Auslagern der Funktionalitäten in ein Custom Plugin an, was sich erst einmal viel schwieriger anhört, als es in Wirklichkeit ist.

Eine Datei, die sich im Verzeichnis /wp-content/plugins befindet und einen bestimmten Header aufweist, wird automatisch als Plugin erkannt und ist aktivierbar, wenn der Code keine Fehler hervorruft. Einen Einstieg bietet das BlueLight-Plugin, dass ich bereits vor einiger Zeit vorgestellt hatte.

3. Das Title-Tag ist das A und O

Das mit Abstand wichtigste Element ist der Titel einer jeden Seite. Es gibt immer noch tonnenweise Websites, deren Seiten “Unbenannt”, “Unbekannter Titel” oder so ähnlich heißen. Mal abgesehen davon, dass der Titel aller Seiten einer Website einzigartig sein sollte, verspüren wohl nur die wenigsten Suchenden Lust, auf so ein Ergebnis zu klicken, wenn es denn überhaupt den Weg in die Suchergebnisse schafft.

Mit WordPress hat man hier schon etwas mehr Glück, trotzdem gibt es noch einiges nachzubessern. Ich will hier keineswegs die Frage beantworten, wie man das Title-Tag schlussendlich optimal gestaltet. Da gibt es ganz sicher weit qualifiziertere Antworten von anderer Seite. Wie dieser Titel von WordPress bereitgestellt werden kann, ist für mich im Augenblick viel spannender. Einen ersten Vorschlag soll folgender Code veranschaulichen, der sowohl in der functions.php oder noch besser in einem Custom Plugin Verwendung finden könnte:

<!DOCTYPE html>
<html lang=en>
  <meta charset=utf-8>
  <meta name=viewport content="initial-scale=1, minimum-scale=1, width=device-width">
  <title>Error 404 (Not Found)!!1</title>
  <style>
    *{margin:0;padding:0}html,code{font:15px/22px arial,sans-serif}html{background:#fff;color:#222;padding:15px}body{margin:7% auto 0;max-width:390px;min-height:180px;padding:30px 0 15px}* > body{background:url(//www.google.com/images/errors/robot.png) 100% 5px no-repeat;padding-right:205px}p{margin:11px 0 22px;overflow:hidden}ins{color:#777;text-decoration:none}a img{border:[email protected] screen and (max-width:772px){body{background:none;margin-top:0;max-width:none;padding-right:0}}#logo{background:url(//www.google.com/images/branding/googlelogo/1x/googlelogo_color_150x54dp.png) no-repeat;margin-left:[email protected] only screen and (min-resolution:192dpi){#logo{background:url(//www.google.com/images/branding/googlelogo/2x/googlelogo_color_150x54dp.png) no-repeat 0% 0%/100% 100%;-moz-border-image:url(//www.google.com/images/branding/googlelogo/2x/googlelogo_color_150x54dp.png) [email protected] only screen and (-webkit-min-device-pixel-ratio:2){#logo{background:url(//www.google.com/images/branding/googlelogo/2x/googlelogo_color_150x54dp.png) no-repeat;-webkit-background-size:100% 100%}}#logo{display:inline-block;height:54px;width:150px}
 </style>
  <a href=//www.google.com/><span id=logo aria-label=Google></span></a>
  <p><b>404.</b> <ins>That’s an error.</ins>
  <p>The requested URL <code>/svn/trunk/examples/my_title.php</code> was not found on this server.  <ins>That’s all we know.</ins>

An meinem Lösungsvorschlag sollten mindestens zwei Dinge auffällig sein. Erstens habe ich den Blog-Claim an das Ende des Titels gestellt. Ich nehme an, dass die wenigsten Blogger Probleme damit haben, ihren gewählten (und hoffentlich) einzigartigen Blog-Namen an die Spitze der Suchergebnisse zu bekommen. Dass sich wichtige Schlüsselwörter zudem auch im Title-Tag befinden sollten, ist sicher weder ein Geheimnis noch eine Überraschung.

Die Seitentitel werden von den Suchmaschinen in der Regel gekürzt, wenn sie eine bestimmt Länge überschreiten (zwischen 60 und 70 Zeichen). Deshalb bietet sich dieses Vorgehen schon einmal an. Schließlich soll der Titel den Suchenden zum Klicken animieren und gleichzeitig die Suchmaschine von der Relevanz der Seite überzeugen.

Außerdem lese ich die Information aus, ob es sich um eine Folgeseite bei den Archiven oder Kategorien handelt. Ich hatte ja vorher schon angemerkt, dass ein Seitentitel immer einzigartig sein sollte. Das ist in diesem Fall sichergestellt. Zumindest habe ich auf meinem Blog bisher nichts Gegenteiliges feststellen können.

An dieser Stelle schließe ich erst einmal den Artikel. Es gibt doch mehr zu dem Thema zu sagen, als ich ursprünglich angenommen hatte. Nach mehr als 800 Wörtern liegt aber die Entscheidung nahe, eine Artikelserie zu starten. Für den nächsten Artikel habe ich geplant, die Meta-Tags zu besprechen. Dort gibt es ja auch noch einiges zu tun!

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