Querdenkender Webworker mit WordPress-Affinität

Kommentar-Spam und Trackback-Spam

Wieder einmal gibt es ein interessantes Thema beim Webmaster Friday, das ich gern (noch einmal) aufgreife. Ich hatte ja schon einmal einen Post verfasst, indem ich mich meinen Ärger über Ulrike verarbeitet habe. Die “Arme” musste stellvertretend für ihre ganzen weiblichen Spammer-Kolleginnen herhalten und den Sündenbock spielen.

Grundsätzlich freue ich mich über jeden Kommentar, Trackback, Pingback und was auch immer. Anmerkungen, Nennungen, Lob und konstruktive Kritik sind ein Teil des Lohns, den man als Blogger erhält. Ich nehme an, dass die meisten, die auf eine entsprechende Qualität ihrer Beiträge achten, entsprechend viel Arbeit in die Recherche und die Erstellung der Posts gesteckt haben.

Um so ärgerlicher sind dann Kommentare, die aus wenigen Wörtern und vielen Rechtschreibfehlern bestehen, und offensichtlich nur dem Zweck dienen, einen Link zu einem kommerziellen Angebot zu platzieren. Die verschärfte Variante besteht dann darin, ein Keyword anstelle des Namens zu setzen, nur um das Ranking in den SERPs eventuell positiv zu beeinflussen.

Mal abgesehen davon, dass man sich als Verfasser des betreffenden Artikels reichlich ausgenutzt fühlt, führen solche Kommentare unter Umständen dazu, dass die Arbeit schlicht und ergreifend nutzlos wird. Neben der rechtlichen Seite der Verlinkung in Deutschland, sind Links zu schlechter Nachbarschaft möglicherweise schnell ein Grund, warum ein Blog nicht mehr rankt oder ganz aus dem Index der Suchmaschinen fliegt.

Es gibt mindestens einen Fall, bei dem ich anfangs etwas unsicher war. Die Pingbacks von Topsy wurden von mir erst als Spam markiert und landen nun automatisch im Müll. Bis mir jemand den Nutzen dieses Dienstes plausibel erklären kann, werde ich Topsy weiterhin als Spamschleuder betrachten, die lediglich ein (ungewolltes) Echo meiner Tweets und der Retweets meiner Leser darstellt.

Ich werde auf diesem Blog auch weiterhin follow verlinken und nur in Ausnahmefällen zum Gegenmittel greifen, um das Web nicht noch weiter zu pervertieren. Legitime Fälle stellen für mich Links zu Affiliate-Programmen oder zu den Social Networks dar. Ansonsten sollte es nur wenige Gründe geben, warum man kein Plugin wie NoFollow Free oder entsprechende Korrekturen in der functions.php einsetzt.

Einen Tipp will ich zum Abschluss noch geben. Wer – wie ich – gern und viel verlinkt, sollte die Links aber trotzdem im Auge behalten. Verlinkt man auf viele Seiten, die nicht mehr erreichbar sind, bekommt man möglicherweise auch dafür die Quittung. Ein anderes Problem besteht darin, dass auch Kommentatoren ihre Webadresse hin und wieder ändern und der Link dann womöglich umgeleitet wird.

Da ist es gut, wenn man man auch weiß, wohin diese Umleitung geht. Der Broken Link Checker ist ein äußerst nützliches Plugin für WordPress-Installationen. Ich habe mit viel Spannung und Freude verfolgt, wie das Plugin in den vergangen Monaten im reifer wurde und inzwischen recht sicher jede Form von kaputten Links oder Umleitungen findet, die man dann komfortabel in einer Liste bearbeiten kann.

Have fun!

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Kommentare

  1. Das ist natürlich immer der Nachteil an doFollow. Man bekommt viel “Spam” aber dann Askimet bleibt das ganze ja noch in Grenzen.

    Passend dazu kann ich ich sagen 🙂 Bist in der doFollow liste mitaufgenommen *gg*

  2. Klar, wer das eine will, muss das andere mögen. Mal schauen, wie hoch die Antispam-Plugins jetzt anschlagen. Aber trotzdem besten Dank für die Aufnahme in Deine Liste. 😉

  3. Hallo Dennis,
    Danke für Deinen Kommentar unter meinem DoFollow-Beitrag und fürs Verlinken. Ich moderiere übrigens meine Kommentare und hoffe so Spam zu erkennen und zu löschen.

  4. @Chaosweib Sehr gern … und völlig richtig, was Du schreibst: Der Blog-Betreiber selbst ist immer noch der sicherste Spamfilter. Ich hoffe auch, dass mich mein erster Eindruck nicht so oft täuscht und dass, wenn ich den ersten Kommentar erst einmal freigegeben habe, Überraschungen ausbleiben.

  5. Das heißt Du hast die Kommentare so eingestellt, dass nur der Erste moderiert wird und wenn der als gut befinden wurde, werden Folgekommentare dieses Autors gleich veröffenlicht? Ich moderiere ALLE Kommentare, gestehe aber, dass die sich im Moment noch in Grenzen halten, weil ich erst ein paar Tage online bin.

    Schönes Wochende und liebe Grüße
    Jutta

  6. Ja, völlig korrekt, Jutta. Einerseits filtern entsprechende Plugins die Kommentare schon vor. Bekannte Kommentatoren werden automatisch freigegeben, damit sich hier auch Diskussionen entwickeln können, ohne den Zwang meiner Anwesenheit. Im schlimmsten Fall würde ich Spam erst am nächsten Tag entdecken und löschen. Bislang war das aber noch nicht notwendig.

    Viele Grüße zurück,
    Dennis.

  7. Ich plane neben meinem Drupal-basierten Blog in nächster Zeit auch ein WordPress-basiertes Projekt und möchte deswegen vor allem für die beiden letzten Modul-Empfehlungen danken.

  8. Ich kenne das auch. Wenn man ein ungewohntes CMS- oder Blogsystem einsetzen will, ist man – vor allem bei dem riesigen Angebot an Plugins bei WordPress – erst einmal ratlos. Speziell bei WP kann man aber auch viel ohne Plugins lösen. Der Wunsch kommt aber oft erst später, wenn man sich schon besser auskennt. Insofern sind Plugins ein guter Anfang.

  9. So, hab jetzt bei mir oben ne Seite angelegt mit DoFollow-Blogs. Stehst auch drauf. 😉

  10. Oh, super. Besten Dank dafür!

  11. Ja das ist immer so ne Gradwanderung, man muss schon die Kommentare und die Links überprüfen, sonst läuft man Gefahr, dass das eigene Ranking singt.

    Seid dem ich bei Rene auch in der dofollow Liste bin, bekomme ich auch oft Kommentare mit Links zu irgendwelchen Online Shops, sowas mag ich natürlich nicht, ausser der Shop ist Vertrauenswürdig und der Kommentar anregend.

    Danke für den Plugin Tipp für die defekten Links

  12. Das ist vermutlich für die meisten gar nicht so einfach festzustellen, ob derjenige vertrauenswürdig ist oder nicht. Im Zweifel würde das wahrscheinlich immer bedeuten, dass eher gelöscht wird.

    Ich wollte vor einiger Zeit mal die These aufstellen, dass man Spammer immer daran erkennt, dass sie relativ wenig beizutragen (außer einem “super-interessanten” Link) und kein Avatar-Bild haben.

    Aber ihr seid ja auch alle ohne Avatar unterwegs! Hat das eigentlich einen bestimmten Grund?

  13. @realloc
    da möchten wir widersprechen Herr Realloc, wir haben auch kein Avatar-Bild, weil wir eben ein Gemeinschaftsblog sind und nicht alles auf ein Foto passen. Das heißt aber nicht dass wir Spammer sind : )
    Viele Grüße aus dem LISA! Entwicklerland und danke für den schönen Blog, den wir gerne lesen.
    Hier könnte ein “super-interessanter” Link stehen, wir verzichten aus gegebenen Anlass.

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