google.load()

Post von realloc | Einsortiert in Code am 28. September 2008 | Keine Kommentare

Einige Webentwickler versuchen vermutlich vergeblich, die Schichten ihrer Anwendungen zu trennen. Erst alles in OOP schreiben, Templates benutzen, Design in externe CSS-Files auslagern und am Ende … werden dann doch wieder die erst gesäuberten Templates mit dem verunstaltet, was ich gern die Komfortschicht nenne: JavaScript-Events ala onclick, onblur … Aber auch das läßt sich ändern – spätestens seitdem es die entsprechenden JavaScript-Bibliotheken gibt.

Bisher war der zu zahlende Preis dafür jedoch recht hoch. Einige dieser Libraries bringen ein ganz ordentliches Gewicht in Kilobytes auf die Waage. Das macht das erstmalige Laden einer derartig gestalteten Seite für manchen Besucher unerträglich, der dann möglicherweise vorzeitig abbricht und vielleicht nie wiederkommt. Vor allem das von mir favorisierte prototyp.js ist bekannt für seine stattliche Größe. Eine bevorzugte Lösung war es bisher, eine komprimierte Version zu nutzen.

Trotzdem liegen diese Bibliotheken, dann in so ziemlich jedem Webspace in den den unterschiedlichsten Versionen herum und kosten vielleicht auch noch Traffic. Google eröffnet nun mit der Methode google.load() eine interessante Alternative. Im Developer’s Guide der AJAX Libraries API kann man nachlesen, daß mit dieser Methode zum jetzigen Zeitpunkt jQuery, jQuery UI, prototype, script_aculo_us, MooTools und dojo während des Ladens der Website geholt werden können.

Der Vorteil soll – neben der zentralen Verfügbarkeit und der Einsparung beim Traffic – vor allem in einem intelligenter gelösten Caching liegen. Ich probiere das gerade bei einem Showcase für Hotelsclick.com aus, der Hotels in der Nähe von Flughäfen auflistet. Bisher bin ich sehr begeistert davon. Im Header eines HTML-Files kann man beispielsweise folgendes angeben, um prototyp.js zu laden:

[code lang="html"]

google.load("prototype", "1.6.0.2");
[/code]

Have fun!

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