Ich verschiebe nichts auf morgen, das sich auch noch übermorgen erledigen läßt.
Oscar Wilde
Ich hab’ das Wordpress-Theme wieder mal gewechselt. Eine Sache, die ich eigentlich vermeiden würde, wenn mir nicht zwei oder drei Sachen auf den Fingernägeln brennen würden, die ich schon seit Ewigkeiten auf die lange Bank geschoben habe. Aber ich bin einfach zu oft Oscar Wildes Meinung.
Die Arbeiten sind noch immer nicht abgeschlossen. Auch wenn das WPML-Plugin inzwischen läuft, was auch schon die wichtigste Neuerung ist, gibt es noch endlose Dinge nachzuarbeiten, bis auch die italienische Version des Blogs 100%ig steht. Schuld an dem ganzen Schlamassel bin ich natürlich selbst. Meine Wahl war wieder einmal auf ein weiteres Template der Elegant Themes gefallen.
Die Themes sehen natürlich allesamt klasse aus. Allerdings hat der Designer eine ganz gegensätzliche Meinung, was ein Template so alles leisten sollte. Wer nie selbst seine Themes tweaken will, ist damit sicher auch bestens bedient. Wer allerdings seine eigenen Änderungen einarbeiten will und zudem noch einige Onpage-Optimierungen vorhat, darf sich auf viel Arbeit einstellen.
Das Schlimmste aber sind die ganzen Erweiterungen in der functions.php, die man irgendwann einmal geschieben hat und die einem nie wieder aufgefallen sind, weil sie ihren Dienst leise im Hintergrund verrichten. Ganz einfache Funktionalitäten, die nicht von einem bestimmten Template abhängig sind und umgekehrt.
Die Lösung ist ein eigenes Plugin. Das klingt vielleicht kompliziert, ist es in Wirklichkeit aber nicht. Der Vorteil liegt auf der Hand. Einmal aktivierte Erweiterungen stehen auch nach dem Wechsel eines Templates zur Verfügung. So muss man sich um solche Dinge nicht mehr kümmern und kann sich wichtigeren Sachen zuwenden.
Ein Grundgerüst habe ich auch schon aufgebaut. Es enthält die Filterfunktion absulteRSS von Robert Accettura und das Gegenstück strip_local_url, welches aus dem absoluten einen relativen URL macht, wenn man the_permalink aufruft. Das kann die Größe der Seiten unter Umständen beträchtlich verringern.
Genauso werden einige Filter wieder deaktiviert, was aber vom persönlichen Geschmack abhängt. Ich reduziere da sicherlich zu viel für einige Blogger. Allerdings nutze ich WP auch als CMS und bei einigen Projekten hatte der überladene Header meine Schmerzgrenze dann weit überschritten.
Abschließend sollte ich vielleicht noch kurz auf den Namen des Plugins eingehen, auch wenn das vielleicht der unwichtigste Teil der ganzen Geschichte ist, weil ihr euer eigenes Plugin natürlich nennen könnt, wie ihr wollt. Ich habe meines BlueLight genannt. In der Description löst sich das Rätsel dann auf:
What’s that? It’s blue light. What does it do? It turns blue.
Das zeigt vielleicht nur meinen schlechten Humor. Andererseits ist der Spruch von Rambo so generisch, dass er genauso gut auch als Beschreibung für ein ganz persönliches Plugin herhalten kann.
So, jetzt hab ich für einige wenige Zeilen PHP-Code fast einen ganzen Roman geschrieben. Da sollte ich nun endlich auf den Link zum Beispiel-Code von BlueLight hinweisen.
Have fun!