X Wege, um nach Y zu kommen … und der Spaß?

Ich überfliege jeden Tag Blogposts, deren Anzahl sich gefühlt mindestens im 3-stelligen Bereich befinden muss. In meinem Feedreader miste ich des öfteren mal aus, will ich vorsorglich anmerken. Die hohe Updatefrequenz, welche einige meiner Lieblingsquellen haben, bereitet mir auch keine Probleme. Ganz im Gegenteil: Darunter befinden sich Blogger, deren Posts man den Spaß an der ganzen Sache so richtig anmerkt. Das finde ich (in Verbindung mit der Häufigkeit ihrer Veröffentlichungen) wirklich sehr bemerkenswert!

Man kann die meisten Blogs sicher nur schwerlich in Schubladen einsortieren, dafür sind die Autoren glücklicherweise viel zu verschieden. Ich denke, eben weil diese Vielfalt und die Unterschiede – zumindest mir – so wichtig sind, dass es keine Rezepte in Form von Listen braucht, was man zu tun oder zu lassen hat, um erfolgreich zu werden. Mal abgesehen davon, dass Erfolg von jedem einzelnen sicher ganz unterschiedlich definiert wird. Artikel, die X Wege, um nach Y zu kommen thematisieren, gibt es wie Sand am Meer und oftmals besteht deren einzige Existenzberechtigung darin, Traffic auf den Blog des Autors zu leiten, was sie in der Regel auch garantieren können.

Ich will da auch nicht komplett falsch verstanden werden. Es ist keineswegs meine Meinung, dass man alle Posts dieser Gattung über einen Kamm scheren kann. Einige Artikel aus dem Bereich sind sicher für werdende Blogger ganz interessant. Man sollte sich aber davor hüten, solche Listen als Gesetze anzusehen. Inzwischen bin ich der festen Überzeugung, dass es viel wichtiger ist, wirklich Spaß bei der Sache zu haben und sich nicht irgendwelchen Zwängen zu unterwerfen. Mit dem Zwang ist das ja immer so eine Sache: Irgendwann wird die Last, solche Tätigkeiten zu verrichten, unerträglich und man beginnt Sachen zu hassen, die man eigentlich ganz gern hatte.

All diese „Gebrauchsanweisungen“ bergen noch eine weitere gemeinsame Falle: Sie uniformieren. Am Ende einer solchen Entwicklung böte sich dem Leser vermutlich nur noch gähnende Langeweile. Ich finde es weitaus interessanter, mit Menschen zu kommunizieren, die sich durch ihre eigene Meinung qualifizieren, auch mal Fehler machen und selbige eingestehen bzw. locker und spielerisch mit den Möglichkeiten experimentieren, die sich heutzutage jedem von uns bieten. Die einzige Regel und Einschränkung, die ich persönlich dabei immer im Hinterkopf behalte, habe ich – korrigiert mich, wenn ich mich meine Erinnerung täuscht – einmal bei Mister Wong gelesen:

Wenn Du denkst, etwas könnte möglicherweise als Spam angesehen werden, dann ist es Spam.

Have fun!

Wo berühren sich Blogosphäre und Blogosfera?

Um mal an meinem Zwei-Irgendwas-Artikel von gestern anzuknüpfen: Mir stellt sich gerade die Frage, ob (und wenn ja, wie und wo) die deutsche Blogosphäre und die italienische Blogosfera miteinander verknüpft sind. Es ist keineswegs abwegig, davon auszugehen, dass es ganz natürliche Berührungspunkte gibt. Da, wo die Sprachbarriere ganz einfach weg fällt, weil dort beide Sprachen gemeinsam Amts- bzw. anerkannte Minderheitensprachen sind.

Wenn man etwas zur Ausgangslage recherchiert und die Wikipedia zu diesem Thema bemüht, stellt man fest, dass das Deutsche die Muttersprache von etwa 105 Mio. Menschen ist. Circa 80 Mio. Menschen sprechen Deutsch als Fremdsprache. Davon sollen allein 55 Mio. Menschen in der EU wohnen. Damit ist die deutsche Sprache in Europa führend. Etwa 70 Mio. Menschen wiederum sprechen Italienisch als Muttersprache.

Aber auch aufsummiert können beide Sprachen nicht mit der Verbreitung der englischen, französischen oder spanischen Sprache mithalten. Auf Chinesisch will ich gar nicht weiter eingehen. Aber zumindest mit dem Portugiesischen könnte ein Verbund der deutschen und italienischen Sprache locker mithalten. Betrachtet man die installierten Internetanschlüsse in beiden Sprachräumen, wird die Sache noch etwas interessanter.

So wäre beispielsweise Südtirol eine dieser europäischen Regionen, in der sowohl Deutsch als auch Italienisch gesprochen wird. Wenn ich richtig informiert bin, muss man, um sich für einen Posten im öffentlichen Dienst zu qualifizieren, auch ein Zertifikat vorlegen, welches die Zweisprachigkeit bescheinigt. Allerdings sagt das noch nichts darüber aus, ob Bilingualismus auch in den regionalen Blogs zum „Guten Ton“ gehört.

Morgen bin ich beim Blogfest in Riva del Garda. Das ist wahrscheinlich auch für Blogger aus Südtirol ganz bequem zu erreichen, was mich wiederum hoffen lässt, dort vielleicht ein paar Antworten auf die Eingangsfrage zu bekommen, die leider vorerst unbeantwortet bleibt.

Traumjob gefunden

Der Artikel heute hat im Wesentlichen die Funktion, meine Person als immer noch lebendig und aus dem Urlaub zurückgekehrt zu vermelden. Mein Gehirn ist aber noch nicht ganz angekommen. Ich habe einmal gelesen, dass der IQ drastisch sinken soll, wenn man seine grauen Zellen im Urlaub nicht ausreichend bemüht.

Und da sich mein Urlaubsalltag auf Sizilien locker auf den Genuss der traditionellen Lokalküche und sehr viel Bewegung, um die entsprechenden Nebenwirkungen zu vermeiden, reduzieren lässt, befürchte ich, dass ich in der nächsten Zeit an dieser Front viel aufzuholen habe.

Weil wird gerade beim „aufholen“ sind … Steffi hatte mir ja schon vor meinem Urlaub angekündigt, dass sie mich bei Whatpulse ordentlich abhängen wird. Das ist ihr auch auf ziemlich beeindruckende Weise gelungen und zwingt mich, in nächster Zeit noch viel öfter in die Tasten zu hauen.

Wer jetzt denkt, ich rede die ganze Zeit am Thema vorbei, hat sich aber ordentlich geschnitten. Die genannten Punkte bringen mich nämlich tatsächlich zum Thema des Artikels: Ich hab‘ meinen Traumjob gefunden. Oder vielleicht auch: Ich habe meinen Traumjob wiedergefunden.

Ich hab‘ als Kind schon gern geantwortet, wenn man mich nach meinem Berufsziel befragte, dass ich bezahlter Urlauber werden möchte, was mir damals regelmäßig viel Unverständnis von den Erwachsenen einbrachte. Nun stellt sich heraus, dass die Idee gar nicht so abwegig ist, wie mein Erfahrungsbericht Hotel Theresia wohl beweist.

Wie sich aus dieser (bisher einmaligen) Geschichte etwas regelmäßige herstellen lässt, ist mir noch nicht ganz klar und wird wohl ganz sicher Gegenstand zukünftiger Überlegungen sein. Vielleicht hat aber auch einer von euch ein paar Tipps, bis sich mein Denkapparat wieder von der eingangs beschriebenen Problematik erholt.

I’m at Homeoffice (Paullo, Milan).

Ich diskutiere hin und wieder ganz gern über alle möglichen Belange des digitalen Lebens mit meinem Kumpel Andreas, der übrigens auch der Hoster für realloc’s asylum ist war. Während ich fast jeden neuen Hype begrüße, so wie sich ein Kind über ein neues Spielzeug freut, findet er immer das Haar in der Suppe.

Immer wenn eines dieser neuen megahippen Unbedingt-Dabei-Sein-Muss-Dinger das Licht der Welt erblickt, versuche ich abzuschätzen, ob durch den Einsatz irgendein Mehrwert entsteht, der meine Projekte nach vorne bringt. Dabei interessiert mich in erster Linie, ob sich der entsprechende Service für den Linkaufbau und/oder für die Steigerung des Traffic eignet.

In der Regel gibt es bei derartigen Dienstleistungen den Haken, dass man immer wieder dazu angestiftet wird, zu viele persönliche Daten preiszugeben oder oftmals keine Kontrolle mehr über die eigenen Daten hat, wenn Freunde dies – natürlich in gutem Glauben –  bereits für Dich übernommen haben.

Bei einer Sache komme aber selbst ich nicht mehr mit: Was bringt Leute eigentlich dazu, sich von den LBS-Games gowalla, foursquare oder wie sie alle heißen, permanent überwachen zu lassen? Ich habe bereits versucht, Antworten darauf zu finden, aber ehrlich gesagt, habe ich noch nichts gefunden, was mich wirklich überzeugen konnte.

Also her mit den Antworten! Wer kann mir Argumente liefern, warum man sich zu all den Telediensten nun auch noch diese Form der Telematik antun sollte?

Warum sollten wir, nachdem wir schon durch ständige Erreichbarkeit, so wichtige Dinge wie Distanz und die Möglichkeit zum Abschalten verloren haben, nun auch noch diesen Schritt gehen? Ist da mehr, als nur die Verstärkung des Grundrauschens bei Twitter und Facebook? Ich bin  gespannt, wie die Antworten dazu ausfallen.

Deutsche Blog-Verzeichnisse und -Suchmaschinen

Es scheint fast so, als wenn es keinen Platz mehr für neue Blog-Verzeichnisse und Blog-Suchmaschinen in der deutschen Blogosphäre gäbe. Ist das wirklich so? Ausgehend vom Artikel 30 Blogverzeichnisse, welcher im Februar diesen Jahres bei Blogsoptimieren erschienen ist, habe ich mich auf die Suche nach Möglichkeiten begeben, mein deutschsprachiges Blog noch bekannter zu machen.

Ob Einträge in Blog-Verzeichnissen oder Anmeldungen bei Blog-Suchmaschinen generell ein richtiges bzw. wichtiges Mittel sind, will ich mal außen vorlassen. Ich glaube, dass der Erfolg neben der Qualität des Eintrags vor allem stark vom jeweiligen Verzeichnis abhängt. Ich vermute, dass ein großer Teil dieser Blog-Services keinerlei Vorteile für die Suchmaschinenoptimierung bringt. Bliebe noch die Möglichkeit, dass etwas Traffic vom jeweiligen Blog-Services kommt.

Blog-Verzeichnisse/-Suchmaschinen ohne Backlinkpflicht

Blog-Verzeichnisse/-Suchmaschinen mit Backlinkpflicht

Einige Services habe ich nicht berücksichtigen können. Tote Verzeichnisse, Dienste mit nicht erreichbaren Anmeldeseiten, Services, die überarbeitet werden, oder Verzeichnisse mit kostenpflichtigen Einträgen wollte ich nicht aufführen. Zudem war mein Anliegen, saubere Services speziell für deutsche Blogs zu finden, was einen weiteren Teil der Verzeichnisse aus meiner ursprünglichen Liste eliminiert hat. Ich habe versucht, objektiv und gründlich zu sein, aber falls ich einen Dienst einfach vergessen habe, könnt ihr mich gern in den Kommentaren darauf hinweisen.