Querdenkender Webworker mit WordPress-Affinität

Blog auf Autopilot + CSS-Bonus

Aus Gründen, auf die ich nicht unbedingt näher eingehen möchte, wollte ich mir einen Überblick über die Szene verschaffen, die sich mit dem Verkauf von E-Books und digitalen Produkten auseinandersetzt. Mir ist schon klar, dass da bei einigen erste Zeichen von Übelkeit auftreten, was wohl einigen netzbekannten „Wohltätern“ anzulasten ist.

Allerdings sind mir dabei einige Dinge aufgefallen, die ich recht interessant finde und die ich euch deshalb nicht vorenthalten will. Ich habe aber nicht vor, bis ins kleinste Detail zu gehen. Da ist dann die Fantasie jedes einzelnen gefragt, um die Einzelheiten bis zu Ende zu denken. Wer das kann, wird vermutlich sowieso auf die Dienste eines Programmierers verzichten, sodass ich mich mit dem Artikel nicht brotlos mache.

Am besten ist es, wenn ich erstmal das Resultat voraus schicke: der Ideatore ist eine Plattform, auf der aktuelle E-Books und digitale Produkte vorgestellt werden sollen. Als CMS verwende ich WordPress und das Design stammt aus der Sammlung Elegant Themes. Auch wenn genau diese Themes immer recht aufwendig sind, weil man vorher noch einiges nacharbeiten muss, finde ich sie – rein ästhetisch betrachtet – allesamt sehr gelungen.

WordPress bietet sich zudem einfach an, weil es alles mitbringt, um auch von „außen“ auf die Funktionalitäten zuzugreifen, die notwendig sind, externe Daten zu verarbeiten und als Artikel zu publizieren oder – je nach Bedarf – als Entwürfe abzuspeichern. Zudem funktioniert eine solche Lösung quasi auf jedem Webspace. Nach der Installation der Basis (WordPress, Theme und einigen Anpassungen) folgt der nächste Schritt.

Die kompletten Produktdaten liegen in meinem Fall im CSV-Format vor. Das ist aber fast nebensächlich, weil PHP sowohl mit Daten im CSV- als auch im XML- oder JSON-Format recht gut umgehen kann und hier weniger Schwierigkeiten zu erwarten sind. Das Skript habe ich in einem Verzeichnis unterhalb des Hauptverzeichnisses angelegt, wo sich meine WordPress-Installation befindet, was für die Pfadangaben von Belang ist.

require_once ('../wp-blog-header.php');

Die erste Zeile sorgt dafür, dass man auf alles zugreifen kann, was wichtig ist. Wie man eine Datei von einem anderen Server holt und das CSV dann verarbeitet, kann man hier und hier nachlesen. Viel interessanter ist, wie man denn nun Artikel aus den einzelnen Datensätzen erstellt und diesen Artikeln Custom Fields mitgibt, die sich später verwenden lassen bzw. mit denen man beim nächsten Import bereits existierende Artikel identifizieren kann.

[code lang=“php“]
$my_post = array();
$my_post[„post_title“] = „Mein Titel“;
$my_post[„post_content“] = „Mein Text zum Artikel“;
$my_post[„post_status“] = „publish“; // auch „draft“
$my_post[„post_author“] = 1; // ID des Autors
$my_post[„post_category“] = array (1); // ID einer oder mehrerer Kategorien

$post_id = wp_insert_post ($my_post);
if ($post_id) {
add_post_meta ($post_id, „Produkt-ID“, „1“);
add_post_meta ($post_id, „Affiliate-Link“, „http://www.example.com“);
}
[/code]

Obiger Code veranschaulicht genau diesen Vorgang. Mit jeder Zeile der zu importierenden Datei kann man so direkt einen Artikel publizieren. Schaut euch dazu einfach noch die Ausführungen zu wp_insert_post auf dem WP-Codex an. Die Funktion liefert die ID des Artikels oder im Fehlerfall eine 0, sodass man direkt die Custom Fields einfügen kann und alles beieinander hat, was man zum Autobloggen braucht.

Wer sich den Ideatore genauer ansieht, stellt fest das die Links zu den Artikeln „verbogen“ sind und schon direkt auf die beworbenen Produkte weiterleiten. Das ist natürlich volle Absicht und keine „hässliche Nebenwirkung“ der vorgestellten Lösung. Wer so etwas umsetzen will, muss nur das Template-Tag the_permalink filtern, was man am besten in der functions.php des verwendeten Templates erledigt.

[code lang=“php“]
function mp_permalink ($permalink) {
global $post;
if (get_post_meta ($post->ID, „Affiliate-Link“, true)) {
return „/redirect.php?id=“ . $post->ID;
}
return $permalink;
}
add_filter(„the_permalink“, „mp_permalink“);
[/code]

Ich hoffe, dass euch der Artikel gefallen hat. Wie versprochen noch der Bonus. In den Templates hat mich extrem gestört, dass diverse Zeichenketten aus Platzgründen mit PHP gekürzt wurden. Das ist meiner Meinung nach aber nicht wirklich hilfreich, um ein ansprechendes Design zu erhalten und genug aussagekräftigen Text zu haben. Die Möglichkeit, Zeichenketten mit CSS zu kürzen, finde ich deshalb richtig klasse!

Have fun!

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